Montag, 27. November 2006

Zeit bleibt niemals stehen.

Aber manchmal wünschte ich sie würde. Gerade jetzt in diesem Moment, weil mir gerade klar geworden ist, dass ich eindeutig zu wenig davon habe, hinsichtlich meiner anstehenden Klausuren anfang dezember und ich bei gewissen Fächern, ähm noch Lücken habe. Bedeuted halt rein hauen und durcharbeiten. Ich sollte auch mal anfangen mir Puffer zu schaffen.
Aber zurück zur Zeit allgemein. Wenn man bedenkt, dass Zeit an sich unendlich ist, für den Menschen allerdings eindeutig endlich, wird viel zu viel davon verschwendet. Wie oft sitzt man rum, gammelt und tut rein nichts produktives, nicht mal chillen, sondern einfach nur langweilen. Irgendwann ist man gefangen in den Ketten des alltages und man begreift viel zu spät, wie viel Zeit verloren ging. Wieviele Augenblicke für immer verloren sind, die man hätte auskosten sollen.
Zeit bedeuted doch eigentlich nur Veränderung. Das erwachsen werden, den Verlust seiner Kindheit ... ich will mir gar nicht ausmalen was da noch kommen wird. Obwohl dieser Prozess jetzt nicht negativ sein muss. So gesehen bedeuted Zeit auch leben. Familär gesehen sah ich schon einige Tode, aber auch das entstehen neuer Leben, ein kommen und gehen. Besonders der aspekt des "gehen" bereitet mir zukünftig gesehen große Sorgen, vielleicht nicht auf mich selber bezogen, sondern eher das ich noch mehr Menschen verlieren werde, die mir nahestehen.
Jetzt stell ich mir allerdings die Frage, womit ich meine Zeit füllen will. Wofür ich leben soll. An sich könnt ich auch vor´n Zug springen. Ist langfristig gesehen eh scheißegal. Was erwartet einen den Später. Soll ich wie eine Drohne im Büro jeden tag 10 Stunden ackern. Todmüde nach hause kommen um zu schlafen und dann am neuen Morgen in mein Bienennest zurückkehren. Nee, das kann es nicht sein. Sogesehen ist es am wichtigsten langfristig die Tätigkeit zu finden, die einen erfüllt ... die einen antreibt, die das Feuer in einem weckt. Ist es die Familie, ein hobby oder einfach nur andere Menschen, die der Zuwendung würdig sind. Jetzt denken viele, das das ja eh klar ist, aber wieviele gescheiterte Existenden begegnen man im Alltag, welche man auf den ersten Blick wohl gar nicht wahrnimmt.
Ich stell mir Zeit in Bezug auf Leben immer gerne wie ein Waage vor. Zu beginn ist die Waage im gleichgewicht. Aber im laufe der Zeit, wird eine Seite schwerer und man beginnt, diese auszugleichen. Doch manchmal wird man müde und vergisst einen Ausgleich zu schaffen und eine Seite wird immer schwerer bis diese schon am Boden hängt und das Gleichgewicht komplett zerstört wird. Vielleicht für alle Leute, die nicht Ich sind, schwer nachzuvollziehen, aber so irgendwie denke ich darüber.
Jedenfalls sind diese Gedanken alle aus persönlichen Zweifeln gewachsen und ich sollte echt mal darüber nachdenken wer ich bin, was ich will und besonders wohin ich will.

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Aktuelle Beiträge

Ich denke die Intentionen...
Ich denke die Intentionen beider sind sehr ähnlich,...
Kyles ship get down - 15. Mai, 11:17
Ich würd sagen, dass...
Ich würd sagen, dass Rebellen auch zu den Freidenkern...
Raine - 14. Mai, 19:03
Für mich beschreibst...
Für mich beschreibst du irgendwie viel eher einen Rebellen....
Kyles ship get down - 14. Mai, 12:55
Aber unter "Freidenker"...
Aber unter "Freidenker" zählt sehr viel. Und um wirklich...
Raine - 12. Mai, 14:31
Es geht nicht darum gegen...
Es geht nicht darum gegen den Strom zu schwimmen und...
Kyles ship get down - 12. Mai, 12:12

Suche

 

Status

Online seit 6862 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 15. Mai, 11:17

Credits


Profil
Abmelden
Weblog abonnieren